Lok Franzburg

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Fux
Beiträge: 19
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Lok Franzburg

Beitrag von Fux »

Hallo,

ich habe eine Frage zum Aschkasten der Franzburg. Habe auf den vielen Bildern und Videos aus dem Netz keine Aschkastendetails entdecken können. Allerdings habe ich auf kleinbaan.de (Tagebuch Seite 2, ziemlich weit unten, 8. Juni 2018: FKB 5i) ein Foto vom Aschkasten der Schwesterlok entdeckt. Demnach hatte dieser Loktyp nur eine hintere Klappe für die Luftzufuhr und zur Entfernung der Asche. Eventuell hat dieser Aschkasten noch Bodenklappen, was man auf dem Foto aber nicht eindeutig erkennen kann. Wie sieht es bei der Franzburg aus?

Außerdem suche ich Fotos vom Inneren des Führerhauses, insbesonders von den Bremsvorrichtungen auf der Lokführerseite und von der Rückwand, habe im Netz leider nichts finden können. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Grüße Fux

Krauss7558
Beiträge: 1
Registriert: Sa 28. Mär 2020, 19:37

Re: Lok Franzburg

Beitrag von Krauss7558 »

Hallo Fux,

in der DME 2 / 1994 gibt es eine Werkszeichnung der FRANZBURG und ihrer Schwestermaschinen vom Typ "i". Der Aschkasten hat nur hinten eine Luftklappe; vorne ist die Hinterachse im Weg. Im angehängten Bild der alte Aschkasten der FKB 5i von vorne / unten, die Bodenklappe fehlt. Bei der FRANZBURG wird die rechteckige Öffnung im Boden des Aschkastens über ein Blech verschlossen, das zu Öffnen nach hinten gezogen werden kann.
Aschkasten_IMG_0950.jpg
Die FRANZBURG hat als einzige Bremse nur eine Wurfhebelbremse, auf dem Foto auf der Heizerseite hinten an der Führerhausrückwand zu erkennen. Bei der FKB 5i war zeitweise in den 1930er - 1940er Jahre eine Druckluftbremse eingebaut. Leider ist hiervon kein Bild bekannt. Wo genau das Führerbremsventil saß ist unbekannt; vermutlich an der "üblichen" Stelle rechts auf der Lokführerseite an der Seitenwand.


Gruß
Roland
Dateianhänge
Führerstand_Franzburg_DSC03559.jpg

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jhunold
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Re: Lok Franzburg

Beitrag von jhunold »

Die restliche Bremsausrichtung siehst Du auf dem Foto von Roland an der Lokführerseite. Das senkrechte Rohr ist der Anschluß an die durchgehende Vakuumleitung, oben drauf ist die Luftklappe zum Bremsen. Das Kupferrohr nach vorne geht zum Vakuummeter an der Führerhausvorderwand. Mehr ist nicht.

Fux
Beiträge: 19
Registriert: Sa 16. Mär 2019, 09:04

Re: Lok Franzburg

Beitrag von Fux »

Hallo,

vielen Dank euch beiden für Fotos und Informationen.

Zwischenzeitlich habe ich doch noch ein Foto im Netz gefunden, wo man sehen kann, dass sich auf dem rechten inneren Kohlenkasten kein „Vakummerzeuger“ befindet, wie ich bisher vermutet hatte.
Vorher war mir schon aufgefallen, dass kein Bremszylinder noch ein Luftbehälter vorhanden ist. In Videos mit der Franzburg sieht man tatsächlich, wenn die Lok sich allein vor einem Zug befindet, dass die Bremsschläuche der Lok nie mit denen des angehängten Zuges verbunden sind. Der Zug wird dann mit Hilfe von Bremsern abgebremst. Wenn die Franzburg Vorspannlok ist, sieht man, dass die Bremsschläuche verbunden sind. Ich nehme an, dass sie in diesem Fall tatsächlich mit ihrem eigenen Bremsventil, das normalerweise funktionslos ist, den ganzen Zug abbremsen könnte.

Wenn die Franzburg selbst nur eine Wurfhebelbremse auf der Heizerseite hat, dann muss wohl der Heizer auf Zuruf des Lokführers die Wurfhebelbremse betätigen.

Sehe ich das alles richtig so?

Grüße, Fux

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jhunold
Beiträge: 10
Registriert: Mo 9. Mär 2009, 21:03

Re: Lok Franzburg

Beitrag von jhunold »

Ja, es gibt keinen Luftsauger.
Gebremst wird mit der "Görlitzer Gewichtsbremse" vom Packwagen aus. https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rl ... chtsbremse da gibt es auch den Link zum DME-Artikel von Wolfram.
Die Wagenreihung war daher normalerweise ungebremste Wagen, teilweise mit Bremsern und am Zugschluß die gebremsten Wagen mit dem Packwagen am Seil der Gewichtsbremse. Damit hatte man dann einen gebremsten Zugschluß. Für die relative ebene Franzburger Kreisbahn reichte das locker.
Im Fall einer Vorspann / Schubfahrt dient das Bremsventil eher als Notbremsventil. Normalerweise bremst (sprich Zielbremsung am Bahnsteig etc.) die Zuglok mit dem Luftsauger, weil man hier Bremsen und Lösen feinfühliger regeln kann.
Und für den Wurfhebel braucht es normalerweise keinen Zuruf, wenn das Personal sich versteht :biggrin:
Bei den Einsätzen auf Wangerooge wurde halt der komplette Zug nur mit dem Wurfhebel gebremst...

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